Dunedin

28. Februar bis 11. März 2017

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Da mussten wir erst die Aussprache üben, weil der Name aus dem Schottischen kommt: „Danieden“, betont wird es wie das deutsche Wort „darnieder“, mit der Betonung auf dem i und ohne das r dazwischen.

Auch hier, weit im Süden von Neuseeland lebten vor der Ankunft der ersten Europäer Maori-Stämme und es gab reichlich Konflikte mit den Walfängern, die die Otago-Halbinsel und den geschützten Hafen gerne nutzten.

Eine richtige Stadt wurde es erst, als zwei Schiffe voller Schotten 1848 hier ankamen. Sie gehörten der presbyterianischen Kirche in Schottland an, hatten sich aber als eine puritanische Gruppe abgespalten und gemeinsam das Land verlassen, tüchtige Leute, viele Handwerker darunter. Zwanzig Jahre später wurde im Hinterland Gold gefunden und die Stadt wuchs noch rasanter und wurde reicher und reicher.

Das sieht man ihr heute noch an – in der Innenstadt stehen viele schöne alte Steinhäuser im Stil der Gründerzeit und was auch ins Auge fällt, viele alte Industriebauten mit Art-Deco-Fassaden. Und der Bahnhof erst, herrschaftlich und beeindruckend, mit wunderschönem Mosaikfußboden, eine der Touristenattraktionen.

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Bahnhof

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1871 wurde die Universität gegründet, sie nimmt heute mit ihren alten und neuen Gebäuden einen ganzen Stadtteil neben dem Zentrum in Anspruch, dahinter ganze Straßenzüge mit kleinen putzigen meist einstöckigen Holzhäuschen, das Wohnviertel der Studenten.

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Knox-College

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Dunedin gefällt uns auf Anhieb, es ist lebendig und gemütlich zugleich, im Stadtzentrum zwischen dem Bahnhof und dem achteckigen Platz (das Oktagon) bis zum Studentenviertel hin kann man herum schlendern, rustikale oder hippe Cafés, Antiquariate, Läden mit Kunsthandwerk oder Designerstücken, ein paar kleinere Einkaufspassagen, kann man abklappern. Und für die Mittagspause ist die Entscheidung gar nicht so einfach, Fish & Chips oder eines der vielen japanischen Lokale?

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Street Art

So viel Kunst und Kultur in dieser Stadt, Museen, Galerien, Bibliotheken, Theater, Kino. Ein zweiwöchiges Kulturfestival „Fringe“ wird beworben, mit Ausstellungen, Musik, Tanz, Performance. Wir zählen die Tage und wissen, wir können leider nicht alles „mitnehmen“.

Die städtische Kunstgalerie versteckt ihren Eingang dezent beim Oktagon und hat eine überraschend schöne helle Eingangshalle, kombiniert Kunst um 1900 mit zeitgenössischen Objekten, eine interessante Mischung.

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Museumshop
Modern Art Gallery

Und das „Settlers Museum“ gleich neben dem Bahnhof hat kürzlich einen Neubau als Anbau dazu bekommen, den Platz verdoppelt, so dass die Sammlung nicht mehr dicht gedrängt präsentiert werden muss: die vergleichsweise junge Geschichte wird dort akribisch aufgearbeitet, thematisch und chronologisch zugleich, die Geschichte von Dunedin und der Region Otago.

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Rückansicht des „Settler Museums“, der Altbau

Alle Museen arbeiten hier nach dem Spendenprinzip – kein Eintritt wird verlangt, dafür stehen überall gläserne Boxen, in die man Geld reinwerfen kann.

Bei schönem Wetter sind wir zuerst zum Chinesischen Garten (mit Teehaus!) gegangen, am späteren Nachmittag war es dort wunderschön ruhig, inmitten der brummenden Stadt. Die ganze Anlage wurde in Shanghai entworfen und hergestellt, um dann Stein für Stein in Dunedin wieder aufgebaut zu werden. Ein Tribut an die vielen Chinesen, die es in der Goldgräberzeit hier gab.

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Neben vielen Parks gibt es einen großen Botanischen Garten, darin ein herrlicher Rosengarten. Auf der einen Seite die alten Sorten, auf der anderen die neuen. Keine Frage, die alten Rosenstöcke haben die schöneren Blüten und dazu duften sie noch. Eigentlich müssten wir im Oktober/November noch einmal her kommen, wenn die Rhododendron-Büsche blühen. So viele verschiedene Sorten in einem riesigen Areal angepflanzt, das muss eine Pracht sein.

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Musikpavillon für Sommerkonzerte mit Picknick
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Freundliche hilfsbereite Menschen treffen wir auch hier wieder. Als wir mit der Muktuk den „Victoria Channel“ hoch getuckert sind, auf der einen Seite das Festland auf der anderen die Otago-Halbinsel, hatten wir uns per Funk bei der „Otago Harbour Control“ angemeldet. Für das letzte schmale Stück ist es wichtig, dass man nicht einem Frachter in die Quere kommt. Wir wollten eigentlich irgendwo im Hafenbecken ankern, aber das sei nicht erlaubt, sagte er uns und mit unserer Muktuk konnten wir auch nicht in den kleinen Yachthafen rein, die Einfahrt ist zu eng und nicht tief genug. Dazu blies auch noch ein ordentlicher Wind direkt auf die Uferpromenade zu, so dass wir für die erste Nacht lieber an einem schwimmenden Bagger festmachten, der im Hafenbecken, dem „Steamer Basin“ lag. Morgens, kurz nach 7.00h klopfte es denn auch an unserem Boot: Barry vom Yachtclub half uns, die Muktuk ein paar Meter weiter zu verlegen, denn die Arbeiter auf dem Bagger wollten rausfahren. Barry organisierte auch einen Schlüssel für das Gittertor, und so lagen wir die ganze Zeit an einem alten Schlepper festgemacht, hatten Landzugang und waren in 10min zu Fuß in der Stadt.

Eine Firma im Hafen lässt uns an ihrem Internet teilnehmen, bis wir selber welches haben. Eine Freundin von Freunden besucht uns auf dem Boot und fragt uns, ob wir nicht ihr Auto für einen Tag haben wollen…

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Auch Dunedin hat einen Famers Market, und was für einen! Es brummt und summt am Samstag Vormittag um die vielen Stände herum, Obst, Gemüse, Käse, Brot, Fisch und Fleisch. Und für den kleinen Hunger zwischendurch sorgen ein paar Imbiss-Stände mit Crepes, Brötchen und gutem Kaffee.

Ein Wägelchen mit Einkäufen haben wir vollgeladen, immerhin werden wir nun ein paar Wochen lang sozusagen in der Wildnis sein, ohne Supermarkt um die Ecke. Stewart Island ruft!

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Alle meine Entchen

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Dass man auf dem Wasser von Seevögeln verfolgt wird, kommt häufig vor. Dass es sich bei den Seevögeln um Albatrosse handelt, ist – zumindest für uns – schon etwas Besonderes. Weißkappenalbatrosse waren es, prächtige Flugkünstler, die minutenlang über die Wellen gleiten können, ohne mehr als eine Handvoll Flügelschläge zu brauchen. „Majestätisch“ ist das beste Wort, dass einem dazu einfällt.

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Aber an diesem Nachmittag war das ein bisschen anders. Die Albatrosse sind uns nämlich nicht hinterhergeflogen. Sondern geschwommen. Der Wind ist weg, wir dümpeln mit einem halben Knoten Fahrt dahin, gerade noch stand das Großsegel. Etwa vierzig Vögel schwimmen als lose Gruppe um Muktuk herum. Kaum sind wir eine Bootslänge vorangekommen, paddeln sie ein paarmal mit den Beinen, schon sind sie wieder gleichauf. Wenn man ihnen zuschaut, tun sie besonders lässig. Und haben dabei diesen etwas mitleidigen Gesichtsausdruck. Nach ein paar Stunden kann einen das schon zermürben.

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Offensichtlich halten sie uns für ein Fischerboot und hoffen auf ein Abendessen aus Fischabfällen. Sie lassen sich auch durch gutes Zureden, wir seien nur ein Segelboot und hätten keinen Fisch, nicht vom Gegenteil überzeugen.

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Aber weil wir schon so langsam fahren, und außerdem nur 25 Meter Wassertiefe haben, will ich versuchen, die Angel auszuwerfen und zu schauen, ob es am Grund ein paar Fische zu fangen gibt. Doch so weit kommt es nicht. Kaum ist der Haken im Wasser, sehe ich schon ein Dutzend große Fische, die sich um den Köder streiten. Sie können sich gar nicht entscheiden, wer den Haken verschlucken darf. Der vorwitzigste beißt an, und nach kurzem Kampf kann ich einen schönen Gelbflossen-Kingfisch an Deck ziehen. Wird für vier Mahlzeiten reichen, superlecker.

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Und die Albatrosse haben natürlich Recht behalten. Es gab auch für sie ein reichhaltiges Abendessen aus Fischkopf und Innereien. Sie mussten sich das Mahl allerdings zu zwanzigst teilen, und nicht gerade friedlich.

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Ganz übel ist es dem kleinen Sturmvogel ergangen, der auch ein Stück über Bord geworfenen Fisch erwischt hat. Gnadenlos wurde er von den doppelt so großen hungrigen Albatrossen verfolgt, bis sie ihm seine Portion abgejagt hatten. Da haben Birgit und ich uns doch deutlich friedlicher geeinigt.

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Delfine und mehr…

…. oder: Muktuks Tierleben

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Während wir aus dem Fjord hinaus tuckern, begleiten uns wieder ein paar der kleinen Hektor-Delfine und wir sehen immer mal wieder zwei Pinguine nebeneinander schwimmen. Diese sind allerdings so schwer zu fotografieren, sobald sie in Reichweite des Fotoapparates kommen, tauchen sie geschwind unter. Geduld ist gefragt.

Pinguin
Korora – Blauer Zwergpinguin

Bevor wir nach Süden abdrehen, geht es erst einmal außen herum, zwei Buchten weiter nördlich zur Pohatu Bay. Dort soll ein Farmer Nistkästen für die kleinen blauen Pinguine aufgestellt haben. Wir ankern und fahren mit dem Dinghi zum felsigen Ufer, wo wir schon bei der Einfahrt ein paar Pelzrobben gesehen haben. Vereinzelt liegen sie in der Sonne, die vorderen Flossen entspannt auf dem Bauch und sind in ihrer Tarnfarbe kaum vom Felsen zu unterscheiden. Andere wiederum heben neugierig den Kopf, um zu sehen, wer da ihre Siesta stört. Aber nicht alle schlafen, im Wasser vor den Felsen hüpfen, tauchen und gründeln auch ein paar Robben, man sieht dann nur wie ihre Hinterläufe aus dem Wasser ragen. Witzig sieht das aus!

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Robbewach

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Und dann kommt ein Felsen in Sicht mit vielen kleinen Robben und ein paar großen als Aufpasser dazu – der Kindergarten. So pelzig und putzig sind sie mit ihrem aufgeplusterten Fell. Eineinhalb bis drei Monate alt sind sie, ruft uns ein Paddler zu, der mit einer Touristengruppe vorbei zieht.

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Aber wir scheinen sie zu stören, die Gruppe wird etwas unruhig, und so fahren wir lieber weiter.

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Pinguine sehen wir dieses Mal nicht, die kommen erst zur Abenddämmerung wieder an Land und bis dahin sind wir schon wieder draußen auf dem Meer.

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Von Weitem gesehen könnte das glatt ein Pinguin sein. Es ist aber ein Kormoran, genauer gesagt, eine Elsterscharbe

Akaroa

19.-25. Februar 2017

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Auf der Seekarte sieht die Banks-Halbinsel aus wie ein grinsender Dinosaurier-Kopf mit allerlei Furchen, viele kleine Buchten außen herum. Die geschwungene Linie seines Lächelns ist der lange Fjord, der sich fast bis zur Mitte ins Innere der Halbinsel zieht. Solcherart geschützt liegt im Fjord das Örtchen Akaroa, umgeben von sanften grünen Hügeln auf denen man Kühe weiden sieht.

Die ersten Siedler aus Europa kamen 1840 mit einem französischen Boot hier an und bauten die ersten Holzhäuser. Erst 10 Jahre später kamen auch ein paar Briten dazu, die sich etwa 300m weiter niederließen. Diese Anordnung des Ortes in einen französischen und einen englischen Teil ist bis heute so geblieben, dazwischen liegt ein etwa 100m langes Stück Strand, unbesiedelt. Hier englische Straßennamen, dort französische, hier Pubs mit Fish and Chips, dort Bistros und französische Restaurants. Cafés überall und der Metzger bietet für alle was, gut gewürzte Würstchen, Pasteten, dunkles und helles Brot… die Bibliothek und das örtliche Kino unter einem Dach. Alles da.

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Akaroa hat einen ganz eigenen Charme – viele alte Holzhäuschen sind erhalten und bewohnt, manche mit Holzschnitzereien an den Giebeln, und alle zumeist in hellen Farben gestrichen. Die liebevoll gepflegten Blumengärten davor zeigen eine Blütenpracht, an der man sich nicht satt sehen kann. So viele Rosen in einem Ort habe ich noch nie gesehen, und jeder zweite Rosenbusch duftet so herrlich! Ein Spaziergang, bei dem wir nicht schnell voran kommen, immer mal wieder muss ich meine Nase in eine Rosenblüte versenken…

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Andreas berichtete schon von dem herzlichen Willkommen gleich am ersten Tag – diese Freundlichkeit erlebten wir noch häufiger: als wir kurz am örtlichen Landesteg anlegten, um dort an der Zapfsäule Diesel zu tanken und auch unsere Wassertanks zu füllen, half mir die nette Dame vom Fish&Chips-Imbiss am Steg mit den Leinen. Wir verquatschten uns sogleich über alles Mögliche, sie wollte wissen, woher wir kommen, wie die Reise war, ob es uns gut gefallen würde hier. Wir tankten, bestellten Fish&Chips und dann legte ein Fischerboot neben uns an. Möwen und Albatrosse kamen angeflogen und beäugten neugierig eine Kiste voller Fischköder. Ich war auch neugierig und so kamen wir ebenfalls ins Gespräch, er fängt hauptsächlich Langusten, manchmal geht er auch auf Grouper-Fang. Die nette Dame vom Imbiss gesellte sich dazu, der Fischer sei ihr Bruder und sagte ihm, auf mich zeigend: „Sie haben auf der Fahrt zur Südinsel das bisher schlechteste Wetter auf ihrer ganzen Reise gehabt“. Wir lachten… Andreas kam dazu und fragte den Fischer, ob er ihm vielleicht einen Tipp geben könne, wie man am besten Langusten rausholt. Hmm… „want to come with me?“ – willst du mitkommen, war seine spontane Reaktion. Leider ging das nicht, er wollte gleich los und wir konnten an dem Steg nicht lange liegen bleiben. Macht nichts, dann würde er später mal bei uns vorbei schauen. Und tatsächlich, am späten Nachmittag klopfte es am Boot und er warf uns einen riesigen Hummer rüber! Wir waren überwältigt und sprachlos – und der nächste Gedanke war, wie kann man sich denn überhaupt bedanken für so ein großzügiges Geschenk. Die Langusten bringt er nach Christchurch und von dort werden sie als Lebendfracht nach China ausgeflogen und dazu hat der Fischer noch Quoten einzuhalten.

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Ein Wermutstropfen trübt diese Idylle, die Leute in Akaroa klagen über die Invasion der Kreuzfahrtschiffe. Seit dem Erdbeben letzten November ist der Hafen von Littleton bei Christchurch nicht mehr benutzbar, der Meeresboden hat sich um 5m gehoben, die Stege und somit die Landemöglichkeiten für die Wassertaxis der Kreuzfahrtschiffe sind zerstört worden. Also muss nun Akaroa herhalten, 80 sollen es in dieser Sommersaison sein, nun liegt fast jeden Morgen ein schwimmendes Hotel in der Bucht, manchmal sogar zwei. Ab 9.00h fahren die Wassertaxis beständig hin und her, bringen die Passagiere an Land. Bis 18.00h abends sind alle wieder an Bord und eine Stunde später sind sie wieder weg. Das bedeutet, täglich rund 1.000 bis 3.000 Menschen im Ort, die entweder in Busse steigen für Rundfahrten, die Ausflugsboote für Delfine-Gucken füllen, die Geschäfte und Cafés beleben, oder einfach nur herumwandern.

In jedem Gespräch mit den Leuten taucht dieses Problem auf, sei es, dass sie uns vorwarnen, am nächsten Tag käme wieder ein Superschiff, sei es dass sie sich über den Menschenauflauf beklagen: „Wir haben es gerne ruhig hier“. Und auch in den aktuellen Ausgaben der Wochenzeitung „Akaroa News“ wird darauf eingegangen. Eine Art Steuer, 5 NZ$ pro Kopf und Kreuzfahrer sollte an die Gemeinde gezahlt werden, um die Straßen und Parks wieder in Ordnung zu bringen, ist eine Forderung. In einem ganzseitigen langen Artikel erwägt der Vorstand der Bürgerstiftung von Akaroa das Für und Wider dieser vielen Besucher. Die Stiftung kümmert sich seit 50 Jahren um den Erhalt des historischen Ortskerns und setzt sich für individuellen und nachhaltigen Tourismus ein. Nun fürchtet man, dass jene Touristen wegbleiben werden, die die Ruhe und Idylle in Akaroa suchen, die oft ein paar Tage hier verweilen. Und genauso fürchtet man langfristig um den Ruf des Ortes, denn schon jetzt wird in den sozialen Medien gewarnt: Akaro sei zwar ein wunderschöner Ort, aber man solle einen Umweg drum machen, es sei ständig überfüllt mit Kreuzfahrttouristen.

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Die Woche verfliegt im Nu: erst will die Muktuk im Inneren etwas entsalzt werden, die potentiellen Salzwasserlecks müssen untersucht werden, dann Persenning zuschneiden und nähen, Wäsche waschen… Dazwischen nehmen wir uns auch mal Zeit, in der Stadt zu bummeln, den örtlichen Botanischen Park zu erkunden, Kaffee trinken, Sachen besorgen. Und viel zu schnell müssen wir wieder los, solange noch etwas Wind da ist, der uns weiter nach Süden bringt. Schnell noch am Samstag zum „farmers market“, ein letzter Kaffee und Anker auf!

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„Best chowder in town“ – ein gehaltvoller Eintopf mit Kartoffeln, viel Fisch und Muscheln

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Rätselbild: Zikade im Larvenstadium?

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Zikade? In den Wäldern und Parks sind sie nicht zu überhören!

Ankunft in Akaroa

Nur acht Tage waren wir auf See, aber das Ankommen war wie immer etwas ganz besonderes. Man muss sich das etwa so vorstellen:

Die letzten drei Tage der Reise war der Himmel von tiefziehenden Wolken bestimmt. Immer wieder regnete es richtig, ansonsten nur Niesel. Die Sicht war schlecht, meist unter zwei Meilen, manchmal nur eine halbe. Kalt war’s, zwei bis drei Meter Welle, kräftiger Wind. Wir sehen unsere ersten Albatrosse (die vergleichsweise kleinen Mollymauks). Die letzte Nacht lässt der Wind etwas nach, im Morgengrauen sollte Land in Sicht kommen: die Banks Peninsula.

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Aber erst knapp zwei Meilen vor der Küste tauchen schemenhaft Hügel und Klippen auf, im Dunst noch kaum auszumachen. Mitten in dieses Grau hinein segeln wir, im Vertrauen darauf, das das GPS sich halbwegs sicher ist, wo es reingeht. Eine Gruppe der hier verbreiteten kleinen Hektor-Delfine spielt um das Boot herum.

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Für die sechs Meilen lange Einfahrt in den Akaroa Harbour müssen wir die Maschine anwerfen, denn durch den Düseneffekt bläst es wie der Teufel genau gegenan. Da die Tide einläuft, baut sich eine unangenehme See auf, aber immerhin schiebt uns der Flutstrom in Richtung Ziel. Immer noch alles trüb, die Ufer zwar sichtbar, aber die Hügel oberhalb 50 Metern in den Wolken. Ein würziger Geruch weht vom Land herüber.

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Je weiter wir in den Fjord hineinfahren, desto mehr klart es auf. Die ersten Sonnenstrahlen kommen durch. Birgit entdeckt einen kleinen blauen Pinguin im Wasser. Als wir schließlich bei French Harbour um die Ecke biegen, beruhigt sich die See, der Wind lässt im Schutz der Hügel nach. Auf sechs Meter fällt der Anker, die Bucht ist groß. Etliche kleine Yachten der ortsansässigen Segler liegen hier, aber nur wenig Boote von auswärts.

Man kann unsere Euphorie vielleicht nur schwer nachvollziehen. Als wäre ein Schalter umgelegt. Es schaukelt nicht mehr, wir schälen uns aus Ölzeug und Gummistiefeln, sitzen an Deck und freuen uns am Anblick des Örtchens und der teils besonnten Hügel. „Wir sind angekommen!“ vergewissern wir uns gegenseitig, strahlen uns an. Die Anspannung der letzten Tage fällt von uns ab. Ein bisschen stolz sind wir auch, dass wir uns auf den Weg zur Südinsel gemacht haben, denn die meisten Segler bleiben lieber auf der sonnigen und großteils subtropischen Nordinsel, erkunden den stürmischeren Süden lieber per Mietwagen.

Dass hier besuchende Yachten noch als Gäste betrachtet werden und nicht als Kunden, erleben wir beim ersten Landgang am Nachmittag. Wir laufen zum Akaroa Cruising Club, denn wir haben gelesen, dass es dort Duschen geben soll, die man eventuell benützen kann. „Klar“, erklärt uns dort ein netter älterer Herr, „da hinten sind Duschen, Waschmaschine, Trockner, fühlt Euch wie zuhause“. „Wann hat der Club denn offen?“, frage ich. „Eigentlich nur, wenn wir eine Regatta haben, also Sonntags (es war gerade Sonntag). Ach ja, dann braucht ihr ja einen Schlüssel. Ach, ich gebe Euch einfach den Zahlencode des Eingangs vom Steg aus, ihr kommt ja mit dem Dinghi her.“ Und wie ist das mit dem Bezahlen? „Ja, da gibt es irgendeine Regelung. Weiß ich gerade nicht so genau. Aber jetzt fühlt Euch erst einmal herzlich willkommen, das mit dem Bezahlen werden wir später regeln. Fünf Dollar sind es, glaube ich, pro Woche.“

Eine lange heiße Dusche. Im Paradies. Heute Nacht werden wir elfeinhalb Stunden schlafen. Am nächsten Morgen wachen wir in der Bucht auf. Es schaukelt nicht. Wir sind angekommen. Mal wieder.

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Badekappenpflicht

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So sehen auf 40 Grad Süd also die „guten Wetterfenster“ aus. Aus den vorhergesagten fünf Windstärken wurden erst sechs, dann auch mal sieben. Aus den vorhergesagten zwei Metern Wellenhöhe wurden erst drei, dann dreieinhalb. Aber in der Tat – kein Sturm (der geht erst bei 8 Bft los).

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Dass drei Meter Welle (besonders von hinten) nicht gerade angenehm sind, wissen wir und treue Leser unseres Blogs natürlich schon. Das Boot rollt dann heftig von einer auf die andere Seite. Ein leichtes Wiegen fördert ja den Schlaf, aber ab +/ 30 Grad werden aus den REM-Phasen (rapid eye movement) doch eher RAM-Phasen (rapid arm movement), und vorbei ist’s mit dem Schlaf. Kochen und abspülen arten zu akrobatischen Zirkusnummern aus, aber das ist für uns nichts Neues mehr, und Muktuk hält dieses Wetter allemal spielend aus.

Neu ist aber das viele Wasser unter Deck. Bei diesem Wetter werden alle paar Minuten einige Hektoliter See übers Deck gespült, und normalerweise halten die verschlossenen Luken diesen Angriffen stand. Na gut: den ersten Platscher haben wir selbst zu verantworten. Ich dachte gerade noch „jetzt sollte ich mal das Steckschott am Niedergang einsetzen“, schon kam die erste Ladung ungebeten zu Gast.

Nur leider wurde es auch dann nicht viel besser. Die Persenning über dem Schiebeluk, die wir erst vor drei Jahren in Spanien hatten anfertigen lassen, hat sich in dieser Woche komplett aufgelöst. Ohne diesen Schutz findet das Wasser in Mengen ins Boot. Zwar haben wir schon das Material gekauft, um uns eine neue Persenning zu nähen, nur gemacht haben wir es noch nicht. Böser Fehler. Zeitweise kamen wir mit dem Aufwischen kaum mehr nach. Kaum hatten wir die Pfützen halbwegs beseitigt, Krach, Wusch, kam der nächste Platscher und wir durften von vorne anfangen. Die beiden achteren Doraden hatten wir nicht zugeschraubt, prompt brachten sie sich mit ein paar Tassen voll Wasser in Erinnerung, und die Messebänke waren nass. Das Skylight in der Messe tropft. Ein paar Seitenluken halten unter Druck nicht dicht. Mittelkabine, Bad, Werkstatt, Achterlast: überall kommt es durch. Wie soll das erst bei wirklich schwerem Wetter werden?

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Das erinnert mich an die Geschichte eines Weltumseglers, der nach seiner Heimkehr gefragt wurde, ob er nicht manchmal die Zeit auf See und das unterwegs sein vermisse. Er antwortete: „schon, aber wenn die Sehnsucht zu groß wird, stelle ich mir den Wecker auf vier Uhr morgens, ziehe mich an, setze mich ins Wohnzimmer und schütte mir einen Zehnliter-Eimer kaltes Salzwasser über den Kopf.“

So ähnlich war das bei uns. Nur dass wir die Menge auf mehrere Ein- bis Zweiliterportionen aufgeteilt haben. Und zur Abwechslung auch ein paar Liter auf Kopfkissen, Matratze und Kleider in der Koje verteilt haben, auf Birgits Seite natürlich. Wo das herkommt, wissen wir noch nicht, da werden wir in der nächsten Bucht die Verkleidung von Decke und Wänden schrauben und nachforschen müssen.

Aber wie gesagt: für 40 Grad Süd war das gutes Wetter. Mal schauen, wie schlechtes aussieht. Vorher sollten wir aber noch ein paar Löcher dichtkriegen. Oder Badekappen verteilen.

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Warmduscher

Muktuk hat ja unter Deck keine Dusche. Im Cockpit gibt es einen Schlauch mit Duschkopf, der an das normale Druckwassersystem angeschlossen ist. Das hat zwei Nachteile: Zum einen verbraucht man wertvolles Süßwasser aus den Tanks, mit dem wir sonst ja immer geizen (Vorspülen mit Seewasser, Kartoffeln kochen mit Seewasser, Nudel kochen mit halb/halb, sonst werden sie zu salzig etc.) Zum anderen gibt es nur dann warmes Wasser, wenn der Motor gelaufen ist, denn der Warmwasserbehälter wird aus dem Kühlwasser des Motors beheizt.

Beides zusammen bewirkt, dass wir diese Dusche eigentlich nie nutzen. Unser Badezimmer ist am Achterdeck auf dem Fischbrett, wo wir uns unsere „Kübeldusche“ gönnen: drei Pützen voll Seewasser frisch aus dem Meer über den Kopf gekippt. Bisher ging das auch ganz gut, wenn es auch im Nordatlantik manchmal ein wenig Überwindung kostete.

Aber jetzt wird das Wasser langsam unangenehm. Bei 16 Grad Celsius (das war die letzte Messung) leidet dann doch die Lust auf Körperhygiene. Also habe ich mir eine kleine Konstruktion im Cockpit gebastelt. Eine Fußpumpe zum einhängen, ein Schlauch, der in einen Eimer gesteckt wird, der zweite Schlauch mit einem Duschkopf versehen, und wahlweise sogar eine Halterung am Cockpitdach, so dass man zum Haare waschen beide Hände frei hat. Solange man mit dem Fuß pumpt, läuft die Dusche, sonst nicht. Das spart Wasser.

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Vor allem aber kann man jetzt einfach mit dem duschen, was man in den Eimer schüttet. Zum Beispiel auf dem Herd warmgemachtes Seewasser. Oder man stellt nach dem Backen einen Topf in den noch warmen Herd und nutzt die Restwärme. Oder, wenn man Regenwasser aufgefangen hat, auch mal mit Süßwasser. Notfalls sogar Eselsmilch, sollte Kleopatra an Bord kommen und das passende Milchpulver dabeihaben.

Ach ja: mit einem Handgriff kann man das ganze System aushängen, in den Eimer packen und hat statt des Badezimmers wieder ein Cockpit.

Bierbrauen

Nach so viel Geschichte und Landeskunde gibt es heute mal wieder eine Folge „Skizzen aus dem Bordleben“. Wenn wir diesen Eintrag ins Netz stellen können, waren wir vermutlich acht Tage auf See, denn wir haben das gute Wetterfenster ausgenutzt und sind von Whangarei in der Nordhälfte der Nordinsel in einem Rutsch bis Akaroa in der Mitte der Südinsel durchgesegelt.

Zwischen den beiden Inseln liegt die für ihre Stürme berüchtigte Cook Strait, und normalerweise muss man lange warten, bis sich eine halbwegs sturmfreie Zeit ergibt, um sie zu passieren. Deswegen war es für uns keine Frage: laufen lassen, wenn es geht. Denn Ende März sollten wir die Südinsel wieder verlassen haben, denn dann ist der Sommer um und im Süden wird es winterlich. Motto „am Südpol, denkt man, ist es heiß…“

Verdammt, das war jetzt doch wieder Landeskunde. Also schnell zum Bierbrauen. Das macht man hier nämlich selber. Zwar kann man auch durchaus trinkbares Bier kaufen, und es gibt eine aktive Szene der „micro breweries“ und „crafts beers“. Aber gekauftes Bier ist deutlich teurer als bei uns und außerdem ist der Neuseeländer sowieso selbstgenügsam und freut sich, wenn er etwas auch selber hinbekommt. Ein bisschen wie Segler. Deshalb gibt es im ganzen Land Geschäfte für Brauereizubehör. Außer Bier sind auch Wein und Spirituosen zum selber brauen im Angebot. An Bier kann man etliche Dutzend Sorten bekommen, helle und dunkle Ales, Stouts, Lager, Pilsner und sogar ein „bavarian wheat“, also bayrisches Hefeweizen. Jeweils eine Dose mit fertig gewürztem Malzextrakt, einer Tüte Dextrose und einem Päckchen Brauereihefe. Kostet umgerechnet gut 20 Euro und reicht für 23 Liter Bier.

Wir haben weder so einen großen Gärbottich noch so viele Flaschen zum Abfüllen, deshalb brauen wir auf dreimal. Den Malzextrakt mit Wasser und Dextrose vermischt in den Bottich (bei uns: Wasserkanister), Gäraufsatz drauf und eine Woche warten. Dann abfüllen, und in jede Flasche einen viertel Teelöffel Zucker für die Flaschengärung zur CO2-Produktion. Flaschen zuschrauben, eine Woche im Warmen lagern, dann mindestens zwei Wochen im Kalten reifen lassen. Dass wir uns dabei eines Verstoßes gegen das deutsche Reinheitsgebot schuldig machen, müsst ihr ja nicht weitererzählen.

Wie es schmeckt? Keine Ahnung, wir sind erst in der Mitte der zwei Wochen Reifezeit. Aber wir werden berichten. Und ja, als vormals Lebensabschnittsbayern haben wir das Hefeweizen genommen.

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Bay of Islands bis Whangarei

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In der Bay of Islands gibt es so viele schöne Ankerbuchten und kleine Inseln, wir könnten wochenlang dort herumfahren und immer noch was Neues entdecken: ordentlich angelegte Wanderwege, wilde Klippen, an denen man die hiesige Variante der Miesmuschel, die grünlich gefärbt ist, bei Niedrigwasser ernten kann. Nicht mehr als 50 Stück pro Person pro Tag, aber das ist eine Menge, die wir sowieso nicht schaffen…
Als wir aus der Bay of Islands raus segeln, ums Cape Brett herum, empfängt uns eine Gruppe von Delfinen, der Große Tümmler. So riesige Delfine haben wir schon lange nicht mehr gesehen und wie ausgelassen sie aus dem Wasser springen. Zwei Tage später kommen sie sogar in die Bucht herein geschwommen und spielen ein paar Stunden lang um die dort ankernden Boote. Es ist eine Freude, ihnen zuzusehen!
Und auch auf dem Weg nach Whangarei, die Küste entlang, gibt es ein paar schöne Ankerbuchten, wir hangeln uns in Tagestörn entlang, bleiben auch mal länger, wo es uns gut gefällt.
Die meisten Inseln und Buchten tragen auch in den Seekarten die Bezeichnungen aus der Maori-Sprache: Moturua und Motukiki Island, Whaiwhapuka Bay, Urupukapuka Island, Whangamumu und Whangaruru Bay, und zuletzt Tutukaka – Pippi Langstrumpf lässt grüßen!

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Cape Brett

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Austernfischer

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Stone Store in Kerikeri

 
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Kerikeri ist eine der größeren Ortschaften in der Bay of Islands, liegt gut geschützt an einem Flusslauf. Bei Niedrigwasser ist die Fahrrinne so eng, dass wir mit der Muktuk lieber in einer hübschen Bucht ankern, und mit dem Dinghi hochfahren. Ausgedehnte Austernbänke ragen heraus, bei Hochwasser werden sie wieder umspült, Ufergrundstücke, mit schönen Häusern und Gärten, und immer mal wieder Segelboote, die an Dalben festgemacht sind.

Nach fast einer Stunde tuckern, kommt endlich das alte Steinhaus in Sicht und wir binden das Dinghi an einem Holzsteg fest. Ab hier kommt man nur noch mit dem Kajak weiter.

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Das Stone Store ist ein beeindruckend massives Gebäude, 1836 erbaut, das nachweislich älteste Gebäude aus Stein in Neuseeland und die meiste Zeit als Warenhaus genutzt. Heute befindet sich ein Museumsladen darin, Geschenkartikel und Produkte wie aus dem Manufactum-Katalog, „es gibt sie noch, die guten Dingen“. Gleich dahinter steht ein einfaches Holzhaus, die erste Missions-Station in Neuseeland, Wohnhaus für den Missionar, 1820 errichtet. Und zwei Schritte weiter steht noch ein hübsches Holzhaus, das „Honey Café“, wohl nach dem Bienenhaus benannt, das früher da stand. Zwischen den Gebäuden ist ein Blumengarten liebevoll angelegt, ein paar Obstbäume und eine Reihe mit Weinreben auf der Flussseite angepflanzt, ein weitläufiger Park schließt sich an. Als wir im November, dem hiesigen Frühling, das erste Mal dort waren, offenbarte sich uns eine Blütenpracht sondergleichen. Ein bisschen fühlt man sich wie aus der Zeit gefallen, so schön und ruhig geht es da zu.

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Wir trinken erst einen Kaffee (erwähnte ich schon, dass in Neuseeland überall hervorragender Kaffee angeboten wird und überall Cafés zu finden sind?), schauen den Enten im Fluss zu und machen uns dann auf eine einstündige Wanderung, immer am Fluss entlang bis zu einem Wasserfall. Nach ein paar hundert Metern schon wieder eine Schautafel mit Informationen: restaurierte Überreste eines Wasserkraftwerks. Ein paar britische Offizierfamilien sollten hier angesiedelt werden, die vorher in Indien stationiert waren. Die Ehefrauen, in Indien an mindestens drei Dienstboten gewöhnt, mussten hier ohne auskommen, da die Maori sich nicht dazu einspannen ließen. Also verlangten sie Elektrizität und bekamen sie auch!

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Es ist ein gemütlicher Wanderweg, schöne Ausblicke auf den kleinen Flusslauf und wie so oft in diesen Wäldern überlegen wir, wie man diesen herrlich würzigen Duft mitnehmen könnte. Ein Klick und im Blog könnte man statt eines Videos oder Fotos einmal schnuppern…

Am späten Nachmittag sind wir wieder zurück, und Musik lockt uns den kleinen Hügel hoch zum „Pear Tree“-Restaurant, draußen stehen ein paar einfache Tische und ein junger Mann spielt auf der Gitarre. Also setzen wir uns hin auf ein Bier und ein Glas Weißwein mit „shoe strings“, Pommes rot-weiß, und genießen die Abendstimmung.

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